Die Paulus-Papiere
Kurzbeschreibung:
Aus Kostengründen werden im Bistum Trier Pfarreien und
Kirchengemeinden zusammengelegt. Pfarrer Thomas Simmerling wird
abberufen und erhält eine neue Aufgabe. Er soll, da Petrus und Paulus
die Stadtpatronen von Trier sind, im Auftrag des Trierer Bischofs Adrian
Verhoeven in Rom die Originale der Paulusbriefe nach neuen Aspekten
durcharbeiten. In Rom hilft Thomas Pater Bonifaz. Ein Sonderling, der
neben ungeahntem Wissen immer wieder zusammenhanglose Gebetsfragmente
und Lobpreisungen von sich gibt.
Auf die Paulus-Briefe angesprochen, murmelt er ständig
Paulus-Papiere vor sich hin. Allerdings kann Bonifaz jede seiner Fragen
beantworten und ihn sogar mit den kostbaren Originaldokumenten
versorgen. Thomas erhält ein vollkommen neues Bild von Paulus. Aber er
fragt sich, ob dieses Bild von seinem Trierer Bischof erwünscht ist.
Thomas wird Zeuge, wie Bonifaz scheinbar durch einen Unfall stirbt.
Der Pater hat ihm einen Brief hinterlassen, in dem er Thomas bittet, zu
seiner Schwester zu fahren und nach den Paulus-Papieren zu fragen.
Für viele Jahre, so die Schwester, sei ihr Bruder im Vatikan
verantwortlich gewesen für die Unterbringung der Kirchenfürsten und
Gäste.
Als Thomas sich verabschieden will, zeigt sie ihm eine
abgeschlossene Kammer ihres Bruders, vollgestopft mit Unterlagen,
Päckchen und unendlich vielen beschrifteten Briefumschlägen. Das alles
gehöre jetzt ihm, sagt sie.
Nach einer halben Stunde erkennt Thomas, dass Bonifaz alles
gesammelt hat, was seine Gäste, Kardinale und Bischöfe, an
verräterischen Dingen vergessen oder liegen gelassen haben. Die
schriftlichen Anfertigungen Bonifaz' zeigen, wann und wo und unter
welchen Umständen die Requisiten von wem stammen. Mit ihrer Hilfe hat
Bonifaz, wie Thomas herausfindet, über Jahrzehnte Verfehlungen unter
anderem auch gegen die Zölibatsverpflichtung nachzuweisen versucht.
Allen Spuren von unehelichen Kindern ist Bonifaz nachgegangen.
So sehr Thomas, von seiner neuen Aufgabe zugleich abgestoßen und
besessen, sich in der Folgezeit bemüht, Verbindungen zwischen den
Kindern und ihren geistlichen Vätern herzustellen, er hat vorerst keinen
Erfolg. Erst der Kontakt zu einem Ordensbruder von Bonifaz während
eines weiteren Aufenthaltes in Rom hilft ihm, Hintergründe aufzudecken.
Doch mit seinem Tun macht er andere auf sich aufmerksam. Man
versucht, ihn in den Bergen Roms von der Straße abzudrängen. Nach einem
weiteren Versuch, ihn unschädlich zu machen, will er schon seine
Ermittlungen einstellen.
Ein Unbekannter spielt ihm Unterlagen zu, mit deren Hilfe er nun nachweisen kann, wer die Väter der Priesterkinder sind.
Thomas ahnt, dass er in höchster Gefahr ist und es für seine Gegner
nur eine Möglichkeit gibt: ihn auszuschalten und an die Unterlagen, an
das Erbe von Bonifaz zu kommen.
Als Thomas schon glaubt, alles gelöst zu haben, kommt er seiner
eigenen, geschickt vertuschten Identität auf die Spur. Gleichzeitig
erkennt er, dass ihn der Unbekannte gezielt mit neuen Informationen
füttert, damit Thomas sich auf einen Kardinal konzentriert, der große
Chancen hat, bei der nächsten Papstwahl eine wichtige Rolle zu spielen.
Ohne es zu merken, wird er zum Handlanger des Unbekannten, dessen Macht
so weit geht, dass er als Drahtzieher verantwortlich ist für den
Romauftrag im Namen des Trierer Bischofs. Thomas provoziert mit seiner
Vorgehensweise, endlich die eigene Identität aufzudecken, einen Eklat
und setzt eine Kettenreaktion in Gang, die er nicht mehr stoppen kann.
Autor: Edwin Klein
ISBN: 9783938719282
Genre: Thriller
Seitenzahl: 365
Format: Taschenbuch






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